Die Fragen des Tages ziehen sich höflich zurück machen der federleichten Brise den gebührenden Platz verträumen sich zu vielleichtigen Antworten die die Nacht kaum überleben Kommen morgen wieder in neuem Gewand und lassen es auf den Versuch ankommen diesmal auf fruchtbaren Boden zu landen in ihrer Waghalsigkeit finden sie Mittel und Umwege sich in die ...
Wenn ich morgens meinen ersten Kaffee über den Wohnzimmerteppich ergieße, durch eine unbedachte Handbewegung meine Lieblingstasse zu Bruch geht, ich innerhalb weniger Monate nun schon meine dritte (Lese)Brille verliere UND mich in regelmäßigen Abständen von meinen durchaus nervenden Dämonen einholen lasse, dann tröstet mich manchmal der Gedanke, dass es weitaus Schlimmeres gibt als Scherben auf dem ...
Wage es Dich nicht nur zu sehnen nach den neuen Ufern sondern sie zu erstürmen als hättest du nur noch wenige Tage die dir bleiben um dich zu trauen dir selbst nicht mehr im Weg zu stehen Spüre die Begeisterung der Dreijährigen die die Welt entdecken auf den Wegen der Unbedarftheit und Ahnungslosigkeit einer unangetasteten ...
Ihre Lieblingsfarbe war gelb. Egal ob Rosen, Tulpen oder Chrysanthemen. Und am meisten freute sie sich, wenn ich Ihr im Frühling gelbe Freesien mitbrachte. Wahrscheinlich habe ich auch deshalb ständig gelbe Blumen in der Wohnung, sie erinnern mich an sie. Bald jährt sich ihr Todestag zum siebten Mal, und im kommenden November wäre sie 96 ...
Wenn ich heutzutage durch die sozialen Medien scrolle bin ich einerseits schockiert, zwischendrin belustigt, ganz oft sitz ich kopfschüttelnd vor meinen SmartGeräten und überlege, ob ich lachen, heulen oder schreien soll. Ich wusste nicht, dass wir in Deutschland so viele Experten haben – bei dem Aufgebot müsste die Krise schon längst bewältigt sein. Diskussionen über ...
Im Widerschein des Abglanzes dieser scheinheiligen Welt inhaliere ich den Saft des Lebens und kehre zurück aus den jahrzehntealten Verlogenheiten auf Sand gebauter Traumschlösser vergebe mir meine Unzulänglichkeiten immer wieder befreie mich aus den Klauen des Selbstverrats und der Kasteiung der Kastration und Geißelung tauche nach den Quellen meiner Bedürftigkeiten zerre sie ans Licht seziere ...
Ersehnt die liebkosende Umarmung der Nacht, ergebe ich mich in Deine tröstenden Tiefen. Deckst meine müden Gedanken zu mit Erinnerungen an mich selbst. Lässt mich tauchen in die Weiten meiner Empfindsamkeit die ich nun ruhen lasse im innersten Kern meines verwundbaren Wesens. Soll es sich nähren am Nabel des Unantastbaren und wiedergebären in wahrhaftigem Sein ...
Einfach so – heut morgen In der kühlen Frische des Tages schmiegte ich mich in meinen riesigen Schal wärmte mich an der glatten Oberfläche meiner Lieblingstasse voll heißen Kaffees und war einfach nur da wunschlos geborgen selig verschlafen verträumt zufrieden mit mir und dem beginnenden Tag lächelte ich in mich hinein spürte, wie Wärme ...
ich suche meinen eigenen Blick finde mich in mir nach so langer, langer Zeit wo bin ich mir verloren gegangen? füge die Fetzen meiner Seelenhaut zueinander verbinde sie neu mit dem Kitt meiner Tränen den geweinten und ungeweinten liebkose die alten Wunden manche schon vernarbt andere noch frisch bestreichle ich sie mit sanfter Hand schenke ...
~ DAsein ~ ich krieche in den Tag auf leisen Pfoten strecke mein verschlafenes Gemüt wie eine Katze dehne mich langsam geschmeidig werdend genüsslich in die Länge begrüße meinen Körper auf ganz neue Art und Weise betrachte und betaste ihn noch unbeholfen scheu aber wohlwollend genieße meine (wieder) gefundene Lust an mir selbst schlürfe barfuß ...